Volle Siemens-Power für den Stern des Südens

25.11.2009 | Wolfgang Ranft (BILD)

9000 Leuchtdioden auf dem Windrad

München - Der Wind kann schon ein Teufel sein. Gestern blies er extrem heftig - mit bis zu 80 Stundenkilometern. Arbeiten in der Höhe am Windrad in Fröttmaning war unmöglich. Dort baut die Siemens AG gerade eine spektakuläre Adventsbeleuchtung auf. Dioden sollen bis Silvester Motive des Multimedia- Künstlers Michael Pendry in den Münchner Nachthimmel zaubern.

Projektleiter Olaf Dostalek (41) hat's gestern mit Fassung getragen. "Petrus macht uns einen leichten Strich durch die Rechnung, aber wir müssten bis Donnerstag fertig sein".

Zum Glück ist die Hauptarbeit erledigt. 30 Arbeiter haben in den vergangenen Tagen 9000 Leuchtdioden an den Windrad-Flügeln geklebt. Wirklich: geklebt. Der Zweikomponentenkleber hält auf einer Fläche von 6 auf 6 Millimetern ein Gewicht von 50 Kilogramm.

Muss er auch. Auf die Flügel wirkt in der Rotation eine Kraft von bis zu 20G - eine Achterbahn darf höchstens 6G erzeugen. Diese maximale Fliehkraft werden die Dioden durchaus aushalten müssen, denn nur mit schnellen Umdrehungen wird das Windrad ein geschlossenes Leuchtbild erzeugen.